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Online-Marktplätze im Aufschwung

e-Commerce ist auf dem Vormarsch, wie der wachsende Anteil von Online-Marktplätzen am globalen Handel zeigt. Erfahren Sie, wie sich diese Situation auf die Verbreitung von gefälschten Produkten auswirkt und was Ihre Marke tun kann, um sich zu schützen.

Die Corona-Pandemie hat viele Wirtschaftszweige ziemlich hart getroffen. Restaurants und andere Branchen, in denen ein direkter menschlicher Kontakt mehr oder weniger notwendig ist, haben sich beispielsweise schwer getan, neue Wege zu finden, um zu arbeiten.

Online-Marktplätze hingegen erleben gerade einen Aufschwung. Es braucht nur ein wenig gesunden Menschenverstand, um zu verstehen, warum: Wenn Menschen nicht in physische Läden gehen können oder wollen, löst die Online-Bestellung der benötigten Produkte ihr unmittelbares Problem - und verhilft Online-Marktplätzen zu dem Wachstum ihres Lebens.

Dieses Mal wird der gesunde Menschenverstand durch harte Beweise gestützt. Die United Nations Conference on Trade and Development (UNCTAD) hat kürzlich eine Studievorgestellt, die die Auswirkungen von COVID-19 auf den E-Commerce untersucht.

Die Studie untersuchte die Umsätze und Erträge der 13 größten Online-Marktplätze der Welt. Sieben davon kommen aus den USA (Amazon, eBay, Walmart, Uber, Expedia, Booking Holdings und Airbnb), vier aus China (Alibaba, JD.com, Pinduoduo und Meituan), einer aus Kanada (Shopify) und einer aus Japan (Rakuten).

Den Daten zufolge war 2020 ein gutes Jahr für den E-Commerce. Die untersuchten Marktplätze verzeichneten einen Umsatzanstieg von 20,5 % und der Anteil des E-Commerce am globalen Handel wuchs von 16 auf 19 %.

Allerdings können wir nicht sagen, dass das nur an COVID liegt: 2019 wuchs der Umsatz derselben Marktplätze um 17,9 %. Das bedeutet, dass der physische Einzelhandel schon schrumpfte, bevor die Coronavirus-Pandemie der Branche einen weiteren Schlag versetzte.

Große Gewinner und noch größere Gewinner

Illustration: Gross Merchandise Value (zu Deutsch: Brutto-Warenwert) von Alibaba, Amazon und JD.com
Illustration: Gross Merchandise Value (zu Deutsch: Brutto-Warenwert) von Alibaba, Amazon und JD.com

Nach den in der UNCTAD-Studie veröffentlichten Daten ist der größte Online-Marktplatz der Welt Alibaba mit einem Gross Merchandise Value (GMV) von 1.145 Mrd. $ im Jahr 2020.

An zweiter Stelle liegt Amazon mit 575 Mrd. $, während JD.com mit 379 Mrd. $ an dritter Stelle steht.

Der Marktplatz, der im Laufe des Jahres 2020 am meisten gewachsen ist, ist jedoch kein anderer als Shopify aus Kanada. Shopify hat es geschafft, sein Geschäft zu verdoppeln und ist nun rund 120 Milliarden Dollar wert.

Was ist JD.com

Während die Mehrheit der in der Studie untersuchten Marktplätze in Europa und den USA bekannt ist, ist JD.com wohl der Sonderling unter ihnen.

Gegründet 1998, ist JD.com einer der größten E-Commerce-Marktplätze Chinas. Die Plattform hat jährlich über 471 Millionen aktive Kund:innen und bietet Produkte in einer Vielzahl von Kategorien an, darunter Elektronik, Lebensmittel, Mode, Beauty, Haushaltsgeräte und vieles mehr.

Screenshot von JD.com
Screenshot von JD.com

e-Commerce: Chance und Gefahr zugleich für Marken

Der wachsende globale Online-Handel hat Marken Möglichkeiten eröffnet, die sie nie zuvor erlebt haben. Der Eintritt in einen ausländischen Markt ist jetzt einfacher als je zuvor, was Marken hilft, ihre Reichweite und ihr Publikum zu vergrößern.

Leider sind Marken nicht die einzigen, die von den neuen Möglichkeiten profitieren. Auch für Urheberrechtsverletzer:innen, Fälscher:innen, Graumarker:innen und andere Betrüger:innen ist es einfacher denn je, ihre Reichweite zu vergrößern - auf Kosten der Marken.

Im Gegensatz zu dem, was viele vielleicht denken, sind Fälschungen nicht auf “trashige” Marktplätze und dunkle Ecken des Internets beschränkt. Tatsächlich können auch Produkte, die auf seriösen Marktplätzen wie Amazon oder eBay zu finden sind, Fälschungen sein.

Laut dem aktuellen Bericht Counterfeiters in Online Marketplaces: Stealing Your Sales or Sharing Your Costs, der im Journal of Retailing veröffentlicht wurde, waren 20 von 47 Produkten, die von Drittanbietern auf fünf großen Online-Marktplätzen, darunter Amazon und eBay, angeboten wurden, gefälscht.

Ein Amazon-Verkäufer, der elektronische Waren anbietet, stellte beispielsweise fest, dass über 70 % der von Drittanbietern verkauften und als Original beworbenen Artikel tatsächlich Fälschungen waren. Kein Wunder, dass der US-Handelsbeauftragte (US Trade Representative (USTR)) Amazon auf die Liste der berüchtigten Marktplätze gesetzt hat.

Die meisten großen Plattformen haben eine Anti-Fälschungspolitik. Allerdings hängt die Effektivität solcher Richtlinien davon ab, wie stark sie durchgesetzt werden. Und in dieser Hinsicht gibt es große Unterschiede zwischen den Plattformen. Einige Marktplätze, wie Amazon, unternehmen größere Schritte als andere, um entdeckte Fälschungen zu entfernen und sicherzustellen, dass deren Verkäufer:innen nicht auf die Plattform zurückkehren können.

Andere haben möglicherweise nicht die personellen Ressourcen oder die Lust, mehr zu tun, als nur ihre Richtlinien zur Fälschungsbekämpfung auf ihrer Website zu veröffentlichen.

Shopee zum Beispiel wird oft als ein Marktplatz genannt, der nicht effizient genug gegen das Auftauchen und Wiederauftauchen von gefälschten Angeboten auf seiner Plattform vorgeht.

Unterschiedliche Ziele, unterschiedliche Ergebnisse

Niemand mag minderwertige, billige Fälschungen. Theoretisch. Aber in der Praxis verdienen (oder sparen) viele am globalen Handel mit Fälschungen.

Offensichtlich sind die Fälscher:innen die größten Gewinner in dieser Gleichung. Aber lassen Sie uns den Markt nicht vergessen. Ein Verkauf ist ein Verkauf, unabhängig davon, ob ein echtes oder ein gefälschtes Produkt verkauft wurde, was bedeutet, dass der Handel mit Fälschungen die Bilanz von Online-Marktplätzen durchaus positiv beeinflusst. Kein Wunder, dass einige Marktplätze eher träge sind, wenn es um den Kampf gegen Fälschungen geht.

Wenn es auf einem Marktplatz von billigen Fälschungen nur so wimmelt, kann der Ruf des Marktplatzes natürlich so sehr leiden, dass sich die Kund:innen scheuen, etwas auf der Plattform zu kaufen. Aber bleiben wir realistisch. Einigen Kund:innen würde es nichts ausmachen, 5 € AirPods oder eine 16 € Yves Saint Laurent-Handtasche zu besitzen.

Screenshot eines Angebots von AirPods für 5 Euro auf Wish.com
Screenshot eines Angebots von AirPods für 5 Euro auf Wish.com

Schlechte Nachrichten für Marken

In diesem Szenario gibt es zwei Verlierer. Der erste ist offensichtlich: die Kundschaft. Viele gefälschte Waren, wie z. B. gefälschte Audi Kühlergrills, sind gefährlich, vielleicht sogar tödlich für Kunden. Die wirklichen Verlierer sind aber definitiv die Marken, die sowohl Umsatz als auch ihre Reputation verlieren können.

Das bedeutet, dass Marken selbst Maßnahmen ergreifen müssen, wenn sie den Verkauf ihrer gefälschten Produkte stoppen wollen. Auf Marktplätze kann man sich nur bis zu einem gewissen Grad verlassen, und einige Kund:innen sind vielleicht nicht übermäßig empört über ein Angebot, Ihre "Marken"-Produkte für einen Bruchteil des regulären Preises zu kaufen. (Andere hingegen könnten sich sehr daran stören, wodurch Ihre Reputation in den Keller geht und Ihre Marke weiter beschädigt wird.)

Leider ist es für Kund:innen nicht immer einfach, zwischen einer Fälschung und einem Originalprodukt zu unterscheiden, vor allem, wenn sie nur ein Bild und eine Beschreibung des Produkts auf einem Online-Marktplatz sehen. Laut der Studie des Journal of Retailing gibt es in der Regel nur eine Maßnahme, zu der Marken greifen können, um der Kundschaft die Echtheit eines Produkts zu signalisieren: indem sie den Preis erhöhen. Was den Kund:innen nicht sonderlich gefallen dürfte.

Aber was können Marken sonst noch aus eigener Kraft tun?

Markenschutz zur Rettung

Glücklicherweise sind Marken nicht allein in diesem Kampf.

Online-Markenschutzexpert:innen wie wir von globaleyez sind bereit, Fälscher:innen, Graumarker:innen oder andere IP-Verletzende, deren Handlungen Ihrer Marke schaden, zu erkennen und zu stoppen.

Wie die Studie des Journal of Retailing zeigt, "verringert ein höherer Aufwand bei der Bekämpfung von Fälscher:innen die Überlebenswahrscheinlichkeit von Fälscher:innen und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass ein/eine Verbraucher:in ein authentisches Produkt auf der Plattform kauft. Somit würde der Anreiz eines/einer Fälscher:in, in den Verkaufsaufwand zu investieren, sinken, während die Zahlungsbereitschaft der Verbraucher:innen für das Produkt auf der Plattform steigen würde." (aus dem Englischen übersetzt von globaleyez).

globaleyez ist bereit, im Namen Ihrer Marke einen "höheren Aufwand im Kampf gegen Fälscher:innen" (aus dem Englischen übersetzt von globaleyez) zu betreiben. Wie wir oben gesehen haben, sind Marktplätze möglicherweise nicht geneigt, diesen Mehraufwand zu betreiben, weil der Verkauf von Fälschungen genauso viel einbringt wie der Verkauf von Original-Markenprodukten.

Die Online-Markenschutzexpert:innen von globaleyez hingegen widmen sich dem Kampf gegen Betrüger:innen, die die IP-Rechte unserer Kunden verletzen. Unsere Services wie Marktplatz-, Image-, Social-Media-, App- und Domain-Monitoring sowie Testkäufe und Enforcement sind darauf ausgerichtet, gefälschte und unautorisierte Produktlistings überall auf der Welt zu erkennen und zu entfernen.

Lassen Sie nicht zu, dass Fälscher Ihre Einnahmen stehlen und die Reputation Ihrer Marke verschlechtern. Heben Sie Ihre Bemühungen auf ein höheres Niveau und kontaktieren Sie uns für ein umfassendes Online-Markenschutzprogramm.

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