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Markenschutz-Tools auf Facebook

Facebook hat kürzlich neue Markenschutz Features eingeführt. Erfahren Sie, wie diese zum Schutz Ihrer Marke auf Facebook und seinen Plattformen beitragen können und welche Nachteile das neue Tool hat.

Im gleichen Maße, wie die Rolle der sozialen Medien im E-Commerce zunimmt, wächst auch ihre Verantwortung gegenüber Marken und Verbraucher:innen. Da sie Verkäufer:innen einen einfachen Zugang zu Tausenden von Verbraucher:innen bieten, sollten Social-Media-Plattformen über eine Methode verfügen, um schädliche Inhalte herauszufiltern, einschließlich Angebote, die die IP-Rechte von Marken verletzen und der Kundschaft potenziell gefährliche gefälschte Produkte anbieten können.

Je größer die Plattform, je größer die Reichweite, desto größer die Verantwortung. In dieser Hinsicht muss Facebook, die größte Social-Media-Plattform der Welt, vielen Erwartungen gerecht werden. Der Social-Media-Riese ist selbst stark im Social Commerce engagiert, ebenso wie seine Tochterunternehmen Instagram und WhatsApp.

Glücklicherweise nimmt Facebook diese Verantwortung ernst.

IP-Schutz auf Facebook

Screenshot der Brand Rights Protection Homepage von facebook.com
Screenshot der Brand Rights Protection Homepage von facebook.com

Facebook hat eine Richtlinie zum IP-Schutz eingeführt, die es Verkäufer:innen verbietet, Angebote zu veröffentlichen, die gegen das geistige Eigentum verstoßen.

Nun, viele Social-Media-Plattformen und Online-Marktplätze haben solche Richtlinien, aber sie sind nicht wirklich effektiv, wenn die Plattform sie nicht tatsächlich durchsetzt.

Einige von ihnen tun das nicht, aber Facebook schon.

Tatsächlich arbeiten wir bereits seit Mitte der 2010er Jahre mit Facebook über dessen IP-Schutz-Plattform zusammen.

Diese Plattform mit der Bezeichnung Commerce & Ads IP Tool war schon immer sehr nützlich, um IP-verletzende Einträge und Anzeigen zu finden und zu entfernen.

Jetzt hat der Social-Media-Riese dieses Tool umbenannt und mit einigen neuen Features ausgestattet, die den im Kampf gegen IP-verletzende Inhalte auf der Plattform noch effizienter machen.

Willkommen bei Facebooks brandneuem Brand Right Protection Tool.

Die Features

Marken mit einer Facebook-Seite können über ihren Business Manager auf den Brand Rights Protection Service zugreifen. Da alle registrierten Nutzer:innen einer Markenseite unterschiedliche Einstellungen und Berechtigungen haben, können nur diejenigen mit der Rolle "IP Reviewer" dieses Tool sehen und nutzen.

Sobald Sie sich auf dem Dashboard befinden, können Sie nach IP-Verletzungen innerhalb von Facebook-Anzeigen, Marktplatzangeboten sowie Facebook-Seiten und Instagram-Konten suchen. Letztere sind eine neue Funktion, die vor dem Update noch nicht verfügbar war. (Bitte beachten Sie, dass die Suche auf Facebook-Seiten noch nicht für alle Nutzer:innen verfügbar ist; sie wird in den kommenden Wochen freigegeben).

Sie können nach Verstößen suchen, indem Sie ein Keyword oder eine bildbasierte Suche verwenden. Es stehen nützliche Filteroptionen zur Verfügung, um die Suchergebnisse einzugrenzen, darunter Land, Datum und Plattform. Die Ergebnisse können auch Links zu Webshops enthalten, wenn der ursprüngliche Inhalt (d. h. Anzeigen oder Inserate) einen solchen enthielt, so dass es einfacher ist, auf die Shops zu klicken und festzustellen, ob sie autorisiert sind oder nicht.

Das Melden rechtsverletzender Inhalte wurde mit dem Update wesentlich vereinfacht. Mit ein paar einfachen Klicks können Nutzer:innen eine Liste rechtsverletzender Inhalte erstellen und sofort die Löschung beantragen. Der Vorgang ist derselbe, unabhängig davon, ob es sich bei dem fraglichen Inhalt um eine Anzeige, ein Marktplatzangebot oder ein Facebook/Instagram-Konto handelt.

Leider ist es nicht immer einfach, festzustellen, was eine Rechtsverletzung darstellt. Für das ungeschulte Auge ist es fast unmöglich zu erkennen, ob ein Shop Fälschungen verkauft oder nicht. Glücklicherweise haben die Online-Markenschutzexpert:innen von globaleyez ein sehr gut geschultes Auge und können betrügerische Angebote selbst in einer großen Gruppe ungefilterter Suchergebnisse leicht erkennen.

Obwohl die Zusammenarbeit mit Facebook bei der Meldung und Entfernung von rechtsverletzenden Inhalten bisher schon sehr gut verlief, erleichtern die neuen Features unsere Arbeit zusätzlich. Anstatt lange Formulare auszufüllen, können wir mit nur wenigen Klicks die Entfernung von Inhalten beantragen.

Eine Person, die auf Facebook surft.
Eine Person, die auf Facebook surft.

Eine weitere neue Funktion, die mit dem jüngsten Update eingeführt wurde, ist die Referenzbibliothek. Hier können Nutzer:innen urheberrechtlich geschützte Bilder und Markenbilder hochladen und Facebook vergleicht diese mit Bildern, die in Anzeigen erscheinen. Die daraus resultierende Liste enthält alle Fälle, in denen ein Bild in einer Anzeige angezeigt wurde, und erkennt sowohl die autorisierte als auch die nicht autorisierte Verwendung.

Die Nachteile

Während die neuen Funktionen für Marken und Markenschutzexpert:innen gleichermaßen einen großen Schritt nach vorne bedeuten, gibt es einige Probleme mit dem Update.

Zum Beispiel ist die Referenzbibliothek nicht sehr hilfreich, wenn es um Nachahmungsbilder geht. Viele Betrüger:innen nehmen kein urheberrechtlich geschütztes Produktbild, sondern erstellen ihr eigenes, was bedeutet, dass sie das nachgeahmte Bild unbemerkt verwenden können, um für ihr nicht autorisiertes Angebot zu werben.

Eine perfekte Lösung für dieses Problem (die der Image Monitoring Service von globaleyez bereits anwendet) wäre es, ähnliche Bilder in die Suche einzubeziehen. Es stimmt, dass dies ein viel breiteres Netz auswirft, als nur nach urheberrechtlich geschützten Bildern zu suchen. Aber dadurch werden viel mehr Betrüger:innen erwischt, und umfangreiche Filteroptionen können dazu beitragen, die Anzahl der Ergebnisse zu reduzieren und sich wirklich auf rechtsverletzende Inhalte zu konzentrieren. Das funktioniert mit unserem Service recht gut.

Ein weiterer problematischer Punkt ist der Zugang zum Brand Rights Protection Tool (und zum Facebook Business Manager im Allgemeinen).

Wir haben bereits in mehreren Foren erwähnt, wie einfach es ist, einen überzeugenden gefälschten Webshop zu erstellen. Mit nur ein paar Klicks und grundlegenden Internetkenntnissen kann jeder/jede alles verkaufen. Nun, es ist genauso einfach, eine Unternehmensseite auf Facebook zu registrieren und Zugang zu all seinen Vorteilen zu erhalten, einschließlich weitreichender Anzeigen, kostenloser Produkteintragungen und einem riesigen globalen Publikum.

Tatsächlich sind wir auf viele gefälschte Geschäftsseiten gestoßen, die lediglich einen Link zu einem gefälschten Webshop auf Shopify und ein paar verstreute Bilder enthielten.

Was kommt als Nächstes?

Dennoch hat Facebook einen großen Schritt in die richtige Richtung getan. Mit den neuen Features wird der Schutz von IP-Rechten auf den zahlreichen Plattformen des Unternehmens ein wenig einfacher.

Wir hoffen, dass Facebook diese gute Praxis fortsetzt und weiterhin hilfreiche Features auf der Grundlage des Feedbacks von Marken und Online-Markenschutzexpert:innen veröffentlicht, um Facebook (und seine vielen Tochtergesellschaften) zu einem sichereren Ort für Marken und Verbraucher:innen zu machen.

Wenn Sie weitere Informationen und/oder Beratung zum Schutz Ihrer IP-Rechte in den sozialen Medien oder anderswo, sowohl offline als auch online, benötigen, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren.

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