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Covid-19

Infiziert Corona auch den Markenschutz?

Mögliche Post-Corona-Szenarien für Marken und Kunden

 

Die aktuelle, durch das Coronavirus verursachte Pandemie verändert vieles, was in Stein gemeißelt schien - vor allem das Verhalten der Verbraucher und unsere Sichtweise auf "das, was wirklich zählt". Schon jetzt lässt sich sagen, dass generell weniger konsumiert wird und die überwiegende Anzahl der Käufe online abgewickelt wird. Was bedeutet diese Veränderung für Marken und den Markenschutz? Auch wenn dies nicht mit Sicherheit beantwortet werden kann, sind einige Entwicklungen sehr wahrscheinlich. Unsere Einschätzung der Situation ist wie folgt:

Corona beschleunigt das Wachstum des E-Commerce

Mehr Menschen werden anfangen, online einzukaufen, und insbesondere die Online-Marktplätze werden erheblich wachsen. Amazon beschäftigt derzeit 100.000 neue Mitarbeiter - und das nur in den USA. Dies wird zu einem noch drastischeren Rückgang des stationären Einzelhandels führen. Vor allem Unternehmen, die bereits vor dem Lockdown zu kämpfen hatten - wie die deutsche Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof - stehen nun vor der Insolvenz.

Es ist davon auszugehen, dass sich die Beliebtheit des Online-Shoppings auch nach der Corona-Krise fortsetzen wird. Kunden, die jetzt den Vormarsch des Online-Shoppings entdeckt haben, werden wahrscheinlich nicht vollständig in den stationären Handel zurückkehren.

Nicht nur die Menge, sondern auch die Art der Waren, die online bestellt werden, hat sich in den letzten Monaten verändert: Produkte, die früher eher offline gekauft wurden - wie Lebensmittel und Drogerieartikel - werden nun auch vermehrt online gekauft.

Weitere beliebte Kategorien sind Medikamente, Bücher, Spiele, elektronische Geräte, Trainingsgeräte sowie Materialien für Büros und Heimunterricht.

(Aktuelle Entwicklung der Online-Kaufpräferenzen - Quelle: commonthreadco.com)

Was bedeutet dies für den Markenschutz?

Nicht alle Branchen profitieren vom wachsenden E-Commerce-Sektor. Derzeit wird das Kaufverhalten durch wirtschaftliche und gesundheitliche Ängste sowie Sparsamkeit beeinflusst. Gekauft werden vor allem Waren des täglichen Bedarfs und der Freizeit. Größere, teurere Einkäufe und Luxusgüter haben weniger Priorität.

Mögliche Szenarien und Beispiele:

  • Es ist möglich, dass weniger neue Autos gekauft werden. Deshalb werden bereits gekaufte Autos mehr und länger gefahren werden. Als Folge davon wird die Nachfrage nach Reparaturen und Ersatzteilen steigen. Auf der Suche nach den besten Angeboten für diese Ersatzteile können Verbraucher schnell auf Fälschungen stoßen und Betrug zum Opfer fallen.

  • Dieses Beispiel lässt sich auch auf andere Sektoren übertragen. Aufgrund der wirtschaftlichen Rezession wird die Kaufkraft vieler Menschen geringer sein. Infolgedessen werden immer mehr Menschen anfangen, nach scheinbar guten Angeboten zu suchen und schließlich bei Betrügern kaufen und gefälschte Waren erhalten.

  • Es ist wahrscheinlich, dass als Folge davon die Hersteller von Luxusgütern wie Schmuck, Mode und Kosmetika unter sinkenden Preisen und weniger Verkäufen leiden werden. Die pessimistischste Prognose geht von einem Umsatzverlust von 35% aus. Luxusmarken sind zwar nicht erst seit kurzem Opfer von Betrug und gefälschten Waren - die Krise kann dieses Problem jedoch noch verschärfen.

Marken sind stärkerem Druck ausgesetzt

Auch Europol rechnet aufgrund der Corona-Pandemie mit einem Anstieg der organisierten Kriminalität.

Als Folge der genannten Entwicklungen sehen sich Marken und Hersteller einem erhöhten Druck ausgesetzt. Zudem ist das Kaufverhalten aus Angst vor einem zu schnellen Ausverkauf der Artikel impulsiver geworden. Das beste Beispiel dafür sind die seit Wochen leeren Toilettenpapierregale. Dies führt dazu, dass die Verbraucher Produkte übereilt auf Graumärkten kaufen. Deshalb erkennen sie gefälschte Geschäfte oder gefälschte Produkte kaum noch. Gegenwärtig haben schnelle Lieferungen und niedrige Preise für viele Kunden oberste Priorität.

Was können Sie tun, um Ihre Marke zu schützen?

Aus unserer Sicht sind eine gute Kundenkommunikation und gezielte Markenschutzstrategien unerlässlich. Nicht nur, aber vor allem jetzt.

Zeigen Sie Ihren Kunden, wo sie authentische Produkte kaufen können und wie sie Fälschungen erkennen können. Nutzen Sie Kommunikation und Markenbildung, um Kunden an Ihre Marke zu binden.

Gefälschte Produkte schaden sowohl dem Image einer Marke als auch ihren Kunden, zum Beispiel durch gefährliche Inhaltsstoffe. Deshalb ist es jetzt besonders wichtig, Strategien zum Schutz Ihrer Marke einzusetzen.

Wir unterstützen Sie mit unserer Erfahrung und unseren verschiedenen Strategien in allen Bereichen des Markenschutzes.

Wir decken für Sie Produktfälschungen, Betrügereien und nicht autorisierte Verkäufer auf. Unsere gerichtsfeste Dokumentation ermöglichen es Ihnen, Schadenersatzansprüche geltend zu machen. Damit stärken und schützen Sie nicht nur Ihre Marke, sondern auch die Gesamtsituation Ihres Unternehmens - in der heutigen Krise ebenso wie in der Zukunft.

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