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Alles wissenswerte über Online-Marktplätze

Online-Marktplätze sind aus unserem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Aber wissen Sie eigentlich, wie sie funktionieren? Hier erfahren Sie alles, was Sie schon immer über diese Plattformen wissen wollten.

Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie Online-Marktplätze wie eBay oder AliExpress genau funktionieren? Was steckt hinter der Fassade dieser Plattformen? Worin unterscheiden sich die uns wohlbekannten Marktplätze? Wie sind sie aufgebaut und wie werden dort Angebote eingestellt?

Wenn Sie bisher stets die richtige Bestellung pünktlich erhalten, hatten Sie wahrscheinlich noch keinen Grund, über diese Hintergründe nachzudenken.

Aber was ist, wenn Ihre Bestellung falsch ist und Sie wissen wollen, warum, oder wenn Sie sich einfach für die Funktionsweise eines Online-Marktplatzes interessieren? Lesen Sie weiter und erfahren Sie alles, was Sie wissen möchten.

Was ist ein Online-Marktplatz?

Ein Online-Marktplatz ist eine E-Commerce-Plattform, die es Nutzer:innen ermöglicht, auf einer Website oder in einer App bei verschiedenen Händler:innen einzukaufen. Der Vorteil eines Marktplatz liegt darin, dass oft aus einer großen Produktpalette sehr einfach das beste Angebot ausgewählt werden kann.

Händler:innen melden sich bei Online-Marktplätzen an, da sie dort leicht an potenzielle Kundschaft gelangen und diese auf ihre Angebote aufmerksam machen können. Außerdem bieten einige Marktplätze weitergehende Services wie Marketing oder Fulfillment an.

Eine Person, die online einkauft
Eine Person, die online einkauft

Was zahlen Händler:innen, um auf Online-Marktplätzen vertreten zu sein?

Sie haben also einen Online-Shop eröffnet und möchten nun, dass alle Ihre Produkte auf einem Marktplatz gelistet werden. Je nach Marktplatz hat dies natürlich seinen Preis. Es werden dabei unterschiedliche Zahlungsmöglichkeiten für das Listing auf Marktplätzen angeboten.

Abonnements

Einige Online-Marktplätze, darunter Amazon und eBay, verlangen eine wöchentliche, jährliche oder monatliche Abonnementgebühr, damit Verkäufer:innen ihre Online-Shops auf deren Plattform anbieten können. Meistens handelt es sich dabei um eine feste Gebühr, und es gibt verschiedene Abonnementoptionen.

Andererseits gibt es mehrere Marktplätze wie AliExpress, Wish und Shopee, die auf die Erhebung von festen Abonnementgebühren verzichten und auf Provisionsmodelle setzen.

Provisionsmodelle

Eine weitere gängige Methode für Marktplätze, von Verkäufer:innen Geld zu verlangen, ist die Erhebung einer Provision, d. h. eines bestimmten Prozentsatzes von jedem Verkauf, den Verkäufer:innen über den Marktplatz tätigen. Jeder qualifizierte Verkauf ist also mit einer Provision verbunden, die an den Marktplatz abgeführt werden muss. Dies ist für Verkäufer:innen attraktiv, weil sie nur dann zahlen, wenn sie einen Verkauf tätigen.

Der tatsächliche Prozentsatz der Provision hängt vom jeweiligen Marktplatz und der Art der verkauften Waren ab. Einige Marktplätze, wie AliExpress, werben damit, dass sie niedrigere Provisionen verlangen als andere. AliExpress verlangt in der Regel zwischen 5-8 %, während die Provisionen bei Amazon im Durchschnitt bei 15 % liegen.

Listing-Gebühren

Dieses Modell ist sowohl für den Marktplatz als auch für Verkäufer:innen einfach: Jedes Mal, wenn ein Angebot veröffentlicht wird, wird eine Pauschalgebühr erhoben. Diese Zahlungsstruktur eignet sich eher für kleinere Verkäufer:innen mit wenigen Angeboten, die einigermaßen sicher sind, dass sie einen Verkauf tätigen werden. Andernfalls kann die Eintragungsgebühr zum Verlustgeschäft werden, wenn sich ihr Produkt nicht verkauft.

Einige Marktplätze verzichten genau aus diesem Grund auf die Erhebung von Gebühren für das Einstellen von Artikeln und setzen auf möglichst geringe Eintrittsbarrieren. Vor allem Plattformen wie der Facebook Marketplace, die hauptsächlich auf C2C-Märkte ausgerichtet sind, halten es daher sicherlich für kontraproduktiv, Gebühren für das Einstellen von Produkten zu erheben.

Welche verschiedenen Arten von Marktplätzen gibt es?

Online-Marktplätze haben je nach ihrer Struktur und ihrem Zielmarkt unterschiedliche Ausprägungen. Es gibt Marktplätze, die sich auf den B2B-Handel spezialisiert haben, andere, die auf B2C ausgerichtet sind, und wieder andere, die einen Mix anbieten. Insgesamt gibt es drei Haupttypen von Marktplätzen.

Ein vertikaler Marktplatz

Dies ist ein Marktplatz, der sich auf eine ganz bestimmte Nische von Produkten oder eine „Vertikale“ konzentriert. Wir haben in unserem Blog einige solcher Nischenmarktplätze vorgestellt, darunter Chrono 24 (Luxusuhren), Gamivo (Gaming), Zalando (Mode) und Turbosquid (3D-Druck).

Ein horizontaler Marktplatz

Ein horizontaler Marktplatz konzentriert sich auf mehr als eine „Vertikale“ bzw. eine Produktsparte, aber es wird immer etwas geben, das alle verkauften Produkte miteinander verbindet - ein gemeinsames übergeordnetes Merkmal. Ein gutes Beispiel für ein solches verbindendes Merkmal sind Second-Hand-Waren und Plattformen wie der Facebook Marketplace, die solche Produkte anbieten.

Ein globaler Marktplatz

Auf globalen Marktplätzen wie Amazon, AliExpress und eBay wird alles verkauft. Sie bieten Neuwaren, Gebrauchtwaren und alle Arten von Produkten an, von Autos über Elektroartikel bis hin zu Kleidung.

Screenshot von AliExpress.com
Screenshot von AliExpress.com

Was gehört zum Verkauf auf einem Online-Marktplatz dazu?

Wie wir gesehen haben, können sich Online-Marktplätze erheblich voneinander unterscheiden, aber die Funktionsweise des Verkaufs ist in der Regel sehr ähnlich.

Anmeldung und Einrichtung eines Angebots

Nach der ersten Anmeldung und Angabe verschiedener persönlicher und geschäftlicher Daten (der Umfang der anzugebenden Daten variiert je nach Marktplatz) muss zunächst das Produktportfolio der Plattform hinzugefügt werden. Die meisten Online-Marktplätze bieten die Möglichkeit, eine Storefront an das eigene Label anzupassen. Viele, wie Wish, bieten auch eine nahtlose Integration mit Social-Media-Werbung. Aus diesem Grund istSocial Media Monitoring so wichtig, wenn Sie eine umfassende Online-Markenschutzstrategie erstellen.

Bestellung aufgeben

Sobald Kund:innen auf einem Online-Marktplatz einen gewünschten Artikel gefunden und bestellt haben, wird dies an die jeweiligen Verkäufer:innen zur Ausführung (auch Fulfillment genannt) weitergeleitet.

Fulfillment der Bestellung

Dies kann entweder durch Verkäufer:innen oder durch Drittanbieter:innen erfolgen. Der Fulfillment Prozess ist sehr komplex; kein Wunder, dass sich einige Verkäufer:innen an Dritte (oder sogar an den Marktplatz selbst) wenden, um Hilfe zu erhalten.

Ein Lager mit zu versendenden Paketen
Ein Lager mit zu versendenden Paketen

Versand

Unabhängig davon, ob Fulfillment intern oder von Dritten durchgeführt wird, ist der nächste Schritt immer der Versand. Viele Unternehmen, die Fulfillment anbieten, übernehmen auch den Versand. Dieser Prozess umfasst den Weg des Produkts vom Lager zur Kundschaft und ist ein entscheidender Schritt, um das Vertrauen der Kundschaft zu gewinnen (oder zu zerstören).

Review

Die Mehrheit der Online-Marktplätze bietet die Möglichkeit, Angebote oder Shops von Verkäufer:innen zu bewerten. Amazon beispielsweise aggregiert diese Reviews und erstellt daraus Bewertungen seiner Verkäufer:innen, was auch auf anderen Marktplätzen eine beliebte Methode ist.

Wie Marktplatz Monitoring Ihre Marke auf Online-Marktplätzen schützt

Das Anbieten Ihrer Produkte auf Online-Marktplätzen ist zweifellos hilfreich, wenn Sie Ihre Reichweite vergrößern wollen, aber es gibt bestimmte Gefahren, denen Ihre Marke auf diesen Plattformen ausgesetzt sein könnte. IP-Verletzungen, Fälschungen oder Graumarkt Angebote sind nur einige Beispiele, die dem Ruf und den Einnahmen Ihrer Marke ernsthaft schaden können.

Online-Markenschutz ist der beste Weg, um diesen Bedrohungen zu entgehen und ihnen entgegenzuwirken. globaleyez bietet ein umfassendes Paket an Dienstleistungen, die den besten Schutz für Ihre Marke gewährleisten.

Unser Marktplatz Monitoring Service ist beispielsweise darauf ausgerichtet, IP-verletzende Angebote auf über hundert Online-Marktplätzen weltweit zu erkennen und zu entfernen. Ausgestattet mit speziellen Software-Tools überprüfen unsere engagierten Online-Markenschutzexpert:innen die Marktplätze Ihrer Wahl und finden alle nicht autorisierten Angebote, egal ob es sich um Fälschungen, Graumarktprodukte oder andere Angebote handelt. Wir sorgen dann dafür, dass das Angebot aus dem Verkehr gezogen wird und Ihrer Marke keinen weiteren Schaden zufügt.

Wenden Sie sich an uns, wenn Sie sich Sorgen um Online-Marktplätze oder andere Probleme machen, die die IP-Rechte Ihrer Marke beeinträchtigen könnten.

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